Das Leben Tolstois by Romain Rolland

(5 User reviews)   450
Rolland, Romain, 1866-1944 Rolland, Romain, 1866-1944
German
Ever wondered what happens when one of the greatest writers in history tries to live his own philosophy to its absolute extreme? That's the heart of Romain Rolland's biography of Leo Tolstoy. It's not just a list of dates and publications. It's the story of a man torn in two: the world-famous author of 'War and Peace' versus the radical Christian anarchist who wanted to give away all his wealth and live like a peasant. This book is about the brutal, messy, and utterly fascinating war between Tolstoy's public persona and his private conscience.
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ist das Gewissen, sein Dämon der unerbittliche Drang nach Wahrheit. Für alle schaffend, ist er mit sich allein, und leidend für seinen Glauben, leidet er für die ganze Menschheit. So zeichnet Rolland das Lebensbild Tolstois und gibt uns mit diesem erhebenden Buche aufs neue Trost und Stärkung in den schlimmen Nöten unserer Zeit._ RÜTTEN & LOENING FRANKFURT A. MAIN [Illustration: Tolstoi nach einem Bildnis von Kramskoi] ROMAIN ROLLAND DAS LEBEN TOLSTOIS HERAUSGEGEBEN VON WILHELM HERZOG 1922 $LITERARISCHE ANSTALT$ $RÜTTEN & LOENING$ FRANKFURT AM MAIN Die Übersetzung ist von O. R. Sylvester Druck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig 250 Exemplare wurden auf holzfreies Papier gedruckt und in Halbleder gebunden. VORWORT I. Romain Rolland hat es vor zehn Jahren -- unmittelbar nach Tolstois Tode -- unternommen, Leben und Werk eines der drei großen Männer darzustellen, die in Europa den Geist am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts tief beeinflußt haben. Dieses Dreigestirn leuchtet und glänzt noch heute unvermindert. Und die junge Generation blickt -- obwohl drängendere aus dem Weltkampf geborene soziale Probleme gebieterisch Lösung fordern -- zu den drei großen Fanatikern des Erkennens und Fühlens empor. Neben Nietzsche, dem dionysischen Kritiker, und Strindberg, dem durch alle Höllen dieser Welt Gejagten, steht Tolstoi, der Bekenner, Ankläger und Apostel. Ihre Stellung zu Christus kennzeichnet vielleicht am deutlichsten einen wesentlichen Teil ihres Ichs. Alle drei rangen mit ihm. Nietzsche wurde sein gefährlichster Feind (stolz nannte er sich den Antichristen); Strindberg haderte zeit seines Lebens mit ihm, unterwarf sich, beugte die Knie, um als Rebell wieder aufzustehen; nur Tolstoi fühlte sich eins, so eins mit ihm, daß er, ein russischer Junker des 19. Jahrhunderts, der Urchrist selbst zu sein sich vermaß. Wer war er in Wirklichkeit? -- Ein Mensch mit seinem Widerspruch. Kein ausgeklügelt Buch. Sohn eines zaristischen Offiziers und Rousseaujünger; Ketzer und Büßer; Bauer und Weltmann; schwächlich und zäh; ausschweifend und asketisch; eitel und demütig; hemmungslos und selbstkritisch; klarer Erkenner und ewiger Illusionist; anarchistisch und konservativ; Pionier und Reaktionär; Feind der Intellektuellen und selbst ein Geistiger; wild und zart; draufgängerisch und furchtsam; weise und kindlich. Lebenskräftig wie ein gesunder Bauer und von Selbstmordgedanken und Todessehnsucht gequält wie ein morbider Ästhet. Ein Phantast und der helläugigste Realist der modernen Literatur. Immer: ein Fanatiker, ein Besessener. Kurz: ein toller Kerl. II. Wie hat ihn Rolland gesehen? -- Er schreibt als einundzwanzigjähriger Pariser Student -- in der Not seines Herzens -- einen Brief an Tolstoi, den Sechzigjährigen, dessen Pamphlet gegen die Kunst und die Künstler gerade alle jungen, vor der Verlogenheit der Zeit und der Gesellschaft sich ekelnden Geister in Europa aufgerüttelt hatte. Tolstois Aufklärungsbroschüre „Was sollen wir denn tun?” hatte den jungen Rolland nicht genügend aufgeklärt. Er wollte mehr. Das Ziel war schon damals: Einheit zwischen Leben und Denken. Aber wie? Der Wahrheitsrigorist, zu dem die jungen Sucher und Stürmer unter den ernsten Künstlern als zu ihrem Führer emporschauten, klagte die Kunst an, verachtete und schmähte die reinsten und mächtigsten Bildner, Beethoven und Shakespeare? Unüberbrückbarer Gegensatz. Wo war seine Lösung? Tolstoi empfängt den Brief des aus seiner Gewissensqual um Hilfe flehenden jungen Rolland anders als der sechzigjährige Goethe das rührende Schreiben des Dichters der „Penthesilea”. Er antwortet ihm in einem achtunddreißig Seiten langen Schreiben, das mit den Worten beginnt: Lieber Bruder, ich habe Ihren ersten Brief empfangen. Er hat mich im Herzen berührt. Mit Tränen in den Augen habe ich ihn gelesen...” Die Mehrzahl seiner Fragen, erwidert Tolstoi, hätten ihre Wurzeln in einem Mißverständnis. Und er versucht noch einmal die von ihm gegen die Überschätzung der Kunst gerichtete Kritik dem jugendlichen Wahrheitsforscher auseinanderzusetzen. Schon in seiner Abhandlung hatte er sich gegen die fragwürdigen...

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Romain Rolland's biography isn't a dry chronology. It reads like a novel about a man's soul. It follows Leo Tolstoy from his privileged, wild youth as a Russian count, through his literary triumphs, and into the decades-long personal crisis that defined his later life.

The Story

After achieving immense fame and fortune, Tolstoy is consumed by a question: What is the meaning of life? He rejects the Russian Orthodox Church, his own aristocratic lifestyle, and even the value of his art. He adopts a radical philosophy of non-violence, poverty, and simplicity. The book shows his struggle to practice what he preaches while his family, the Tsarist government, and the whole world watches. The central drama is the growing rift between Tolstoy and his wife, Sofya, who fights to secure their family's future.

Why You Should Read It

This book grabbed me because it’s about a crisis we can all understand, even if on a smaller scale. Have you ever felt a gap between what you believe and how you actually live? Tolstoy felt that with the intensity of a hurricane. Rolland doesn't put him on a pedestal; he shows us a genius who was also often difficult, stubborn, and torn by guilt. You see the cost of his ideals on everyone around him. It’s a profoundly human portrait of a search for truth that nearly broke a man.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven stories, even in non-fiction. If you're interested in philosophy, the creative process, or complicated historical figures, you'll find a lot here. It’s not a light read, but it’s a compelling one. You’ll come away not just knowing about Tolstoy’s life, but feeling like you’ve witnessed an epic internal battle.



🔓 Legacy Content

This book is widely considered to be in the public domain. Feel free to use it for personal or commercial purposes.

Mary Wright
4 months ago

After looking for this everywhere, it challenges the reader's perspective in the most intellectual way. This felt rewarding to read.

Kenneth Brown
1 month ago

I found this while browsing online and the examples add real-world context to abstract ideas. Worth every second of your time.

Robert Carter
5 months ago

I was skeptical at first, but the depth of research presented here is truly commendable. I learned so much from this.

Jennifer Jackson
3 months ago

From start to finish, the clarity of the writing makes this accessible to a wide audience. A valuable addition to my digital library.

Nancy Allen
3 months ago

Initially overlooked, this book the organization of topics is intuitive and reader-friendly. This left a lasting impression on me.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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