Schön ist die Jugend: Zwei Erzählungen by Hermann Hesse

(4 User reviews)   897
Hesse, Hermann, 1877-1962 Hesse, Hermann, 1877-1962
German
Hey, if you've ever looked back on your teenage years with a mix of nostalgia and cringe, you need to pick up this little book. Hermann Hesse captures that raw, beautiful mess of being young in two perfect stories. It's not about epic adventures, but the quiet, intense drama of first friendships, secret crushes, and feeling like you're the only person who truly understands the world. He writes about that moment right before everything changes, and it will absolutely punch you right in the heart. It's short, stunning, and feels like finding an old, honest photo of yourself.
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Gedruckt während der Kriegszeit auf Papier mit Holzschliffzusatz. Copyright 1917 S. Fischer, Verlag, Berlin. Schön ist das Leben bei frohen Zeiten, Schön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr, Drum sag ich’s noch einmal, Schön sind die Jugendjahr’, Schön ist die Jugend, Sie kommt nicht mehr. Volkslied Inhalt Der Zyklon 9 Schön ist die Jugend 43 Der Zyklon Es war in der Mitte der neunziger Jahre und ich tat damals Volontärdienst in einer kleinen Fabrik meiner Vaterstadt, die ich noch im selben Jahre für immer verließ. Zufällig ist die Zeit jenes Spätsommers und Frühherbstes in meinem Gedächtnis noch frisch und sichtbar geblieben. Darum will ich einiges davon aufschreiben, denn ich komme in das Alter, wo man die Vergangenheit liebhaben lernt und wo die Gegenwart mit müderen und gleichgültigeren Schritten geht. Ich war etwa achtzehn Jahre alt und wußte nichts davon, wie schön meine Jugend sei, obwohl ich sie täglich genoß und um mich her fühlte wie der Vogel die Luft. Ältere Leute, die sich der Jahrgänge im einzelnen nimmer besinnen mögen, brauche ich nur daran zu erinnern, daß in dem Jahre, von dem ich erzähle, unsere Gegend von einem Zyklon oder Wettersturm heimgesucht wurde, dessengleichen in unserm Lande weder vorher noch später gesehen worden ist. In jenem Jahre ist es gewesen. Ich hatte mir vor zwei oder drei Tagen einen Stahlmeißel in die linke Hand gehauen. Sie hatte ein Loch und war geschwollen, ich mußte sie verbunden tragen und durfte nicht in die Werkstatt gehen. Die unvermuteten Ferien gefielen mir wohl; das Knabenalter bestand damals noch fast unzerstört in meiner Seele, obwohl es nahe am Verblühen war und mir bald darauf plötzlich aus den Händen schwand. Es ist mir erinnerlich, daß jenen ganzen Spätsommer hindurch unser enges Tal in einer unerhörten Schwüle lag und daß zuweilen tagelang ein Gewitter dem andern folgte. Es war eine heiße Unruhe in der Natur gewesen, von welcher ich freilich nur dumpf und unbewußt berührt wurde und deren ich mich doch noch in Kleinigkeiten entsinne. Abends zum Beispiel, wenn ich zum Angeln ging, fand ich von der wetterschwülen Luft die Fische seltsam aufgeregt, sie drängten unordentlich durcheinander, schlugen häufig aus dem lauen Wasser empor und gingen blindlings an die Angel. Nun war es endlich ein wenig kühler und stiller geworden, die Gewitter kamen seltener, und in der Morgenfrühe roch es schon ein wenig herbstlich. Eines Morgens verließ ich unser Haus und ging meinem Vergnügen nach, ein Buch und ein Stück Brot in der Tasche. Wie ich es in der Bubenzeit gewohnt gewesen war, lief ich zuerst hinters Haus in den Garten, der noch im Schatten lag. Die Tannen, die mein Vater gepflanzt und die ich selber noch ganz jung und stangendünn gekannt hatte, standen hoch und stämmig, unter ihnen lagen hellbraune Nadelhaufen, und es wollte dort seit Jahren nichts mehr wachsen als Immergrün. Daneben aber in einer langen, schmalen Rabatte standen die Blumenstauden meiner Mutter, die leuchteten reich und fröhlich, und es wurden von ihnen auf jeden Sonntag große Sträuße gepflückt. Da war ein Gewächs mit zinnoberroten Bündeln kleiner Blüten, das hieß brennende Liebe, und eine zarte Staude trug an dünnen Stengeln hängend viele herzförmige rot und weiße Blumen, die nannte man Frauenherzen, und ein anderer Strauch hieß die stinkende Hoffart. Nahebei standen hochstielige Astern, welche aber noch nicht zur Blüte gekommen waren, und dazwischen kroch am Boden mit weichen Stacheln die fette Hauswurz und der drollige Portulak, und dieses lange schmale Beet war unser Liebling und unser Traumgarten, weil da so vielerlei seltsame Blumen beieinander standen, welche uns merkwürdiger und lieber waren als alle Rosen in den beiden runden Beeten. Wenn hier die Sonne...

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Hermann Hesse's Schön ist die Jugend (or Youth, Beautiful Youth) collects two of his early stories that shine a light on the inner world of adolescence. Forget action-packed plots; here, the drama is all emotional.

The Story

The first story, which gives the book its title, follows a young man returning to his hometown. He's caught between his new, educated life and the familiar pull of old friends and places. The second story, Der Zwerg (The Dwarf), is darker, exploring the painful, obsessive crush of a boy for a girl who barely notices him. Both are quiet portraits of the loneliness, idealism, and piercing sensitivity that define those years.

Why You Should Read It

Hesse has this incredible gift for describing feelings you thought were yours alone. He doesn't romanticize youth; he shows its confusion and sharp edges alongside its magic. Reading this, I kept thinking, "Yes, that's exactly how it felt." The prose is clear and direct, but it carries so much weight. It's like he bottled the essence of being seventeen.

Final Verdict

This is for anyone who appreciates character-driven stories and beautiful writing. It's perfect for Hesse newcomers because it's so accessible, and a must for fans who want to see where his focus on the individual's journey began. If you're in the mood for a quick, thoughtful read that will stir up your own memories, this is it.



🔖 No Rights Reserved

No rights are reserved for this publication. Preserving history for future generations.

Charles Campbell
1 month ago

Once I began reading the material builds progressively without overwhelming the reader. This made complex ideas feel approachable.

Susan Wright
1 week ago

As someone who reads a lot, the balance between theory and practice is exceptionally well done. I’ll be referencing this again soon.

Patricia Rodriguez
5 months ago

It took me a while to start, but the interplay between the protagonists drvies the story forward beautifully. Truly inspiring.

Mason Lewis
1 month ago

Having read this twice, the content strikes a great balance between detail and readability. I appreciate the effort put into this.

5
5 out of 5 (4 User reviews )

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