Die Welt auf Schienen by Artur Fürst

(4 User reviews)   719
Fürst, Artur, 1880-1926 Fürst, Artur, 1880-1926
German
Hey, I just finished this fascinating book from 1914 called 'Die Welt auf Schienen' (The World on Rails). It's not a novel, but a love letter to the steam train, written right before WWI changed everything. The author, Artur Fürst, takes you on a wild ride through the engineering marvels and global impact of railroads, from how they conquered mountains to how they shrank the world. It's like a time capsule of pure optimism about technology. Reading it now, knowing what was about to happen, gives the whole thing this bittersweet, almost haunting quality. If you like history, trains, or just peeking into a lost world's mindset, you've got to check this out.
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geben, zugleich aber auch ein Unterhaltungsbuch zu schreiben. Meiner Meinung nach darf nämlich von dem Nichtfachmann, auch wenn er den heißen Wunsch hat, in ein bestimmtes Gebiet der Technik einzudringen, keineswegs verlangt werden, daß er den üblichen trockenen, vorlesungsmäßig aufgebauten Darlegungen folgt. Diese Anschauung führt mich zu der folgenden allgemeingültigen Anmerkung. Die Ansicht ist weit verbreitet: „Technische Dinge kann man nicht verstehen!“ Daraus folgt eine starke Abneigung gegen das Lesen von Werken, welche dieses Gebiet behandeln, und eine geradezu erstaunliche Unkenntnis der technischen Dinge, obgleich diese doch jeden täglich aufs engste berühren. Es ist aber ganz sicher, daß alles, was Menschen geschaffen haben, sich auch verständlich darlegen läßt. Wer Technisches erklären will, muß freilich die Aufnahmefähigkeit seiner Leser genau in Betracht ziehen. Am besten ist es, Vorkenntnisse in keiner Weise anzunehmen. Ferner darf es dem Leser, der in ein ihm gänzlich unbekanntes Land hineinschreitet, nicht überlassen werden, selbst zu erkennen, an welchen Orten zu Seiten seines Pfads er rasch vorübereilen kann, und wo er wegen der grundlegenden Bedeutung des zu Beschauenden längere Zeit verweilen muß. Der Verfasser der Darlegung hat vielmehr die Pflicht, seinen Stoff so zu gliedern und anzuordnen, daß wichtiges von selbst stark hervortritt. Gelingt es noch, durch Beibringung vergleichenden, ja selbst anekdotischen Stoffs zu einer rein literarisch fesselnden Darstellung vorzudringen, so darf mit der Gewinnung neuer Freunde der Technik gerechnet werden. Auf solchen Meinungen und Absichten ist der Inhalt dieses Buchs aufgebaut. Wie weit es mir gelungen ist, die gewollte Wirkung zu erreichen, muß dem Urteil der Leser überlassen bleiben. Trotz des Fortfalls fast aller wirtschaftlichen Erörterungen ist eine weitere Beschränkung des Buchs auf die Schilderung der Einrichtungen und des Betriebs der Ferneisenbahnen notwendig gewesen, um den Band nicht zu unförmlicher Dicke anschwellen zu lassen. In den Aufbau und Ausbau der großen Strecken ist nämlich eine solche Fülle technischer Großleistungen eingesenkt, daß deren Darstellung allein den ziemlich weit gesteckten Rahmen ausfüllte. Ich beabsichtige, in einem Buch „Berlin im technischen Jahrhundert“, das im gleichen Verlag erscheinen wird, die hier fehlenden Stadtschnellbahnen und Straßenbahnen zu behandeln. Bei der Heranschaffung des textlichen und bildlichen Stoffs für das vorliegende Werk habe ich mich bereitwilligster Unterstützung zu erfreuen gehabt. Zu besonderem Dank bin ich der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin verpflichtet, die mir durch Hergabe von amtlichen Drucksachen und die Erlaubnis zur Besichtigung zahlreicher Dienststätten erst die gründliche Bearbeitung vieler Abschnitte ermöglicht hat. Auch das große Eisenbahngewerbe Deutschlands hat meiner Arbeit ein liebenswürdiges Verständnis entgegengebracht. Hervorheben möchte ich die umfangreiche Unterstützung durch die Hannoversche Maschinenbau A.-G. (Hanomag) und ihren Leiter, Kgl. Baurat Metzeltin, dem ich zugleich für das Lesen eines großen Teils der Korrekturen zu danken habe. Es ist ein großer Gegenstand, der in den folgenden Blättern behandelt wird. Unsere stark zur Kritik neigende Zeit begeht leicht den Fehler, über kleinen Flecken, die sie wahrnimmt, die Strahlen einer prächtig leuchtenden Sonne zu übersehen. Ich möchte mit diesem Buch bewirken, daß die Leser über die kleinen Ärgernisse, die auch bei einer Eisenbahnfahrt oft nicht zu vermeiden sind, über hier und da sich zeigende Mängel fortab leichter hinwegsehen, nachdem ihnen bekannt geworden, welche fast unübersehbare Fülle von Anlagen und Einrichtungen geschaffen werden mußte, damit sie mit der beschwingten Eile des Zugs von Ort zu Ort gelangen können, welche gewaltige Arbeit täglich von neuem geleistet werden muß, um den Betrieb regelmäßig und unter Sicherung von Gesundheit und Leben der Reisenden durchzuführen. Bei der Abfassung dieses Buchs über die Eisenbahn hat mich in keinem Augenblick das Gefühl der Bewunderung und hohen Freude gegenüber dieser herrlichen Schöpfung des Menschengeschlechts verlassen. Wenn es mir gelingt, nur einen geringen Teil dieser Bewunderung und Freude auch auf den Leser zu übertragen, werde...

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First published in 1914, Artur Fürst's Die Welt auf Schienen captures a world on the brink. It's a sweeping, non-fiction tour of the railroad's role in shaping modern life, written with the awe of someone who witnessed its rise.

The Story

There's no traditional plot, but there is a journey. Fürst acts as your guide, showing how railroads tamed landscapes, spurred industry, and connected continents. He explains the 'how'—the engineering feats behind tunnels and bridges—with genuine excitement. More importantly, he explores the 'why,' arguing that trains were the ultimate force for progress, binding nations and economies together. The book ends as a celebration of human ingenuity, completely unaware that the very networks it praised would soon be used to mobilize armies for a devastating war.

Why You Should Read It

The power here is in the perspective. Fürst's belief in technology as an unalloyed good is palpable and infectious. Reading his predictions for a future united by rail feels poignant, even tragic, with our historical hindsight. It’s less about dry facts and more about feeling the heartbeat of an era that believed it had invented the future. You get a real sense of the man's passion on every page.

Final Verdict

Perfect for history buffs, railway enthusiasts, or anyone curious about the social impact of technology. It's not a light read, but it's a rewarding one. Think of it as a documentary in book form, offering a privileged look at the hopes and dreams of a world that was about to vanish. You'll come away with a deeper appreciation for the train and a sobering reflection on progress.



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Legal analysis indicates this work is in the public domain. Thank you for supporting open literature.

Noah Lee
3 weeks ago

As someone who reads a lot, the structure allows easy navigation and quick referencing. This has earned a permanent place in my collection.

John Allen
1 week ago

Make no mistake, the author avoids unnecessary jargon, which is refreshing. I couldn't put it down until the very end.

Robert Carter
5 months ago

At first I wasn’t convinced, but the author's voice is distinct, making the complex topics easy to digest. This left a lasting impression on me.

Carol Walker
3 months ago

I had low expectations initially, however the style is confident yet approachable. Thanks for making this available.

5
5 out of 5 (4 User reviews )

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