Rabeh und das Tschadseegebiet by Freiherr von Max Oppenheim

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Oppenheim, Max, Freiherr von, 1860-1946 Oppenheim, Max, Freiherr von, 1860-1946
German
Ever wonder what it was like to be a German explorer in the heart of Africa right before World War I? This book is your ticket. It's not a dry history text; it's the personal journal of Max Oppenheim, a man who traveled to the Lake Chad region on a mission that was part archaeology, part spycraft, and all adventure. The real mystery isn't just the ancient ruins he was sent to find, but the political chess game playing out around him. You can feel the tension as European powers jockey for position, all while Oppenheim navigates a complex world of local sultans, rival tribes, and a landscape few outsiders had ever seen. It's a snapshot of a world on the brink of massive change, told by someone right in the middle of it.
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Zeit ein Dorfdistrikt gleichen Namens am Nil oberhalb Dongola gewesen. Selbst während der Mahdisten-Herrschaft haben sich dort Verwandte Zubers, natürlich unter Anerkennung der neuen Machthaber, gehalten. Zuber zählte zu den Djellaba[3], die ihre kaufmännischen Unternehmungen und Handelszüge weit nach den südlicher gelegenen Negerdistrikten hin zu richten pflegten. Den Hauptartikel, der neben Elfenbein, Straussenfedern, Gummi verhandelt wurde, bildeten die Sklaven. Diese wurden entweder gekauft, oder, falls die Gelegenheit sich bot und genügende Machtmittel vorhanden waren, erjagt. Zu diesem Zwecke schlossen sich gewöhnlich verschiedene Djellaba unter der Führung eines besonders kühnen Mannes zusammen. Schweinfurth fand im Jahre 1868 im Bahr el Ghazal neben einer Unzahl kleiner Händler fünf grosse Sklavenjäger, welche dort das Monopol des gewinnbringenden Handels mit Menschenfleisch sich anmassen konnten. Der Mittelpunkt des sudanesischen Handels war Chartum. Die erbeuteten Sklaven wurden nilabwärts oder nach Darfur und nach dem Hedjaz gesandt. Unter jenen fünf grossen Sklavenhändlern war schon zu Schweinfurths Zeit Zuber fast allmächtig im Bahr el Ghazal[4]. Bald darauf gewann er in solchem Maasse die Oberhand über die anderen Sklavenhändler, dass er als der unumschränkte Herr des Bahr el Ghazal angesehen werden musste. Die Ausübung der egyptischen Herrschaft über diesen Bezirk bestand Zuber gegenüber nur noch in einer Art Oberlehnshoheit. Aus einem Teile der eingefangenen und der bei ihm geborenen Sklaven und auch aus freiwilligen Gefolgsleuten hatte er sich eine achtunggebietende Truppe gebildet, die mit Feuerwaffen, zum Teil sogar mit guten Gewehren und kleinen Kanonen ausgerüstet war. Diesen Soldaten vermochten die Negerstämme keinen nennenswerten Widerstand entgegenzustellen. Kleinere Truppenabteilungen genügten, um grosse Gebiete zu terrorisieren, und, nachdem genügend lebendige Beute gemacht worden war, dauernd in Schach zu halten. In dem eroberten Gebiete wurden Zeriben errichtet: durch Erdwälle und hochaufgetürmtes Dornwerk befestigte Plätze, welche die Sitze der Truppenführer Zubers und gleichzeitig die Sammelstellen für die aus dem umliegenden Gebiete eingebrachte Beute wurden. Daneben waren die Zeriben die Centralpunkte für friedfertige Djellaba, die von hier aus Handel mit europäischen Waren trieben, welche sie gegen die Erzeugnisse der Eingeborenen, aber auch gegen Sklaven, eintauschten. Auf diese Weise hatte Zuber seine Vorposten bis nach Dar Fertit, Dar Abu Dinga und Dar Runga vorgeschoben. Am oberen Nil dehnte sich seine Herrschaft bis nach den Seen-Gebieten hin aus. Im Jahre 1873 wurde er vom Chedive Ismaïl Pascha zum Gouverneur der Bahr el Ghazal-Provinz ernannt. Demnächst bot er der Regierung an, das im Westen Kordofans gelegene, einem alten angestammten Königshause folgende Reich Darfur zu erobern, und thatsächlich gelang ihm im November 1874 die Unterwerfung dieses grossen und fruchtbaren Gebiets. Dieser ausserordentliche Erfolg des Sklavenfürsten erschien indess dem Chedive bedrohlich. Ismaïl Ejub Pascha ging in seiner Eigenschaft als Generalgouverneur des Sudan nach Darfur und setzte Hussen Pascha el Gowesir als Statthalter in Fascher ein. Zuber wurde lediglich mit dem Paschatitel belehnt. Begreiflicherweise kam es zwischen Zuber Pascha und Ejub Pascha alsbald zu Streitigkeiten. Um sich bei dem Chedive persönlich zu rechtfertigen, begab sich Zuber Anfang 1876 mit einer grossen Anzahl wohlbewaffneter Sklaven, vielen Sklavinnen und anderen Geschenken nach Kairo, nachdem er in der nach ihm benannten Hauptstadt des Bahr el Ghazal, in Dem Zuber, einen Dongolaner Idris waled Defter als seinen Stellvertreter zurückgelassen hatte. Zuber sollte seine Heimat jahrzehntelang nicht wiedersehen. Zunächst wurde er von dem Chedive Ismaïl freundlich aufgenommen. Er begleitete sogar das egyptische Kontingent, das der Chedive im russisch-türkischen Kriege seinem Souverain zu Hilfe geschickt hatte, in der Umgebung des Kommandanten, Prinzen Hassan Pascha[5], nach der Türkei, kehrte freilich nach kurzer Zeit, da er infolge der ungewohnten Kälte erkrankte, nach Kairo zurück. Dann aber wurde er vom Chedive in Unteregypten zurückgehalten. Seine schwarzen Sklaven wurden in egyptische Regimenter gesteckt. Allerlei Anschläge wegen Hochverrats und Anschuldigungen, dass er...

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If you pick up Rabeh und das Tschadseegebiet expecting a simple travelogue, you're in for a surprise. This is the raw, firsthand account of Baron Max von Oppenheim's expedition around Lake Chad from 1902 to 1903. Officially, he was an archaeologist. Unofficially, he was gathering intelligence for the German Empire in a region where British and French interests were already colliding.

The Story

The book follows Oppenheim's journey into the territories recently conquered by the warlord Rabeh Zubayr. His goal was to investigate rumours of ancient cities and understand the new power dynamics. But the story quickly becomes about more than ruins. It's about navigating the court of the Sultan of Dikwa, witnessing the aftermath of Rabeh's brutal campaigns, and carefully documenting the delicate alliances and enmities between different groups. You see the day-to-day reality of exploration: the negotiations for guides, the descriptions of markets and palaces, and the constant, low-grade tension of being a foreign agent in a volatile land.

Why You Should Read It

What makes this book special is its immediacy. Oppenheim doesn't have the benefit of hindsight. He's reporting what he sees as he sees it, which makes the political undercurrents feel urgent and real. You get a clear, unfiltered look at the 'Scramble for Africa' from ground level, not a European capital. His observations on the Sokoto Caliphate and the kingdoms of Kanem-Bornu are incredibly detailed. He writes about people as individuals—rulers, merchants, soldiers—not just faceless groups, which adds a human layer often missing from histories of this period.

Final Verdict

This is a perfect read for anyone fascinated by the history of colonialism, African history, or real-life adventure stories. It's for readers who love primary sources and want to feel the dust of the Sahel on the pages. Be prepared for a dense, detailed narrative—it's a historical document first and foremost. But if you stick with it, you'll be rewarded with a compelling, complex, and essential perspective on a pivotal moment in time.



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William Baker
4 months ago

I usually don’t leave feedback, but the logical flow of arguments makes it an essential resource for research. An impressive piece of work.

Kevin Mitchell
3 months ago

If you enjoy this genre, the content strikes a great balance between detail and readability. Thanks for making this available.

Jessica Scott
2 months ago

As part of my coursework, the content remains relevant throughout without filler. An excellent read overall.

Jackson Johnson
3 months ago

Initially overlooked, this book the examples add real-world context to abstract ideas. A perfect companion for a quiet weekend.

Donna Garcia
1 week ago

I rarely write reviews but the depth of coverage exceeded my expectations. This made complex ideas feel approachable.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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