Inselwelt. Zweiter Band. Australische Skizzen. by Friedrich Gerstäcker

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Gerstäcker, Friedrich, 1816-1872 Gerstäcker, Friedrich, 1816-1872
German
Hey, have you ever wondered what it was like to be one of the first Europeans to see the Australian outback? This isn't a dry history book. It's a wild ride with Friedrich Gerstäcker, a guy who actually walked across the continent in the 1840s. He doesn't just describe the landscape; he throws you right into the middle of it. You'll feel the dust, meet the people (both settlers and Indigenous Australians), and get a raw, unfiltered look at a world that was completely alien to Europeans. It's part adventure diary, part cultural snapshot, and completely fascinating. If you liked true survival stories or tales of exploration, you need to check this out.
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_Tolmer_ aus, der noch jetzt im Adelaide-District lebt und thätig ist. Nicht allein keck jeder Gefahr entgegengehend, die sich ihm in den Weg stellte, hatte er auch in dem Buschleben mit Schwarzen und Verbrechern eine Menge werthvolle Erfahrungen gesammelt, und wo ein schwieriges Unternehmen ausgeführt werden sollte, wo irgend ein verzweifelter Bursche verschwunden blieb und nun durch neue Verbrechen dafür sorgte, daß sein Andenken nicht ganz erlosch, da wurde gewöhnlich der damalige Polizeisergeant Tolmer abgeschickt, ihn aufzuspüren. Wenn es irgend möglich war, führte _der_ seinen Auftrag aus. In Adelaide, oder wenigstens in der Nachbarschaft, hatte ich das Vergnügen, mit Mr. Tolmer bekannt zu werden, und die nachfolgenden Skizzen eines abenteuerlichen Zuges, den er einmal nach einer unsern dem australischen Festlande liegenden Insel unternahm, und der ihn zum Lieutenant beförderte, habe ich aus seinem eigenen Munde. -- Ich will versuchen, es so treu als möglich wiederzugeben. Schon vor längerer Zeit waren ein paar lebenslänglich verurtheilte Deportirte aus dem Gefängnisse ausgebrochen und in den »Busch« geflohen. Anstatt aber allein darin umherzuwandern, wo sie sich gewöhnlich nicht lange halten konnten, ging das Gerücht, sie hätten sich einem Stamme der Schwarzen angeschlossen und hälfen diesem, die benachbarten und in ihrem Bereiche liegenden Stationen belästigen. Berittene Polizei wurde augenblicklich dorthin beordert, und es gelang dieser auch, den bezeichneten Stamm Eingeborener aufzufinden und zu zerstreuen, aber von den weißen, sogenannten Buschrähndschern[1] fand sich keiner bei ihnen vor. Die Burschen hatten sich jedenfalls, als sie merkten, daß ihr Aufenthalt bei den Schwarzen nicht mehr gesichert war, irgend wo anders hingewandt, und ein volles Jahr lang blieb jeder Versuch, sie wieder aufzufinden, vergeblich. [1] =Bush-ranger= werden in Australien die in den Wald entflohenen Sträflinge genannt. -- =Bush= heißt dort überhaupt der ganze Wald und =ranger= bedeutet einen umherstreifenden Menschen, also ein ganz bezeichnendes Wort für derartige Leute, das wir deshalb, da es sich nicht einmal in diesem Sinne gut übersetzen läßt, beibehalten wollen. Tolmer hielt sich nach dieser Zeit wieder in Adelaide auf und hatte eben wieder einen Transport von Flüchtlingen eingebracht, die sich eine Weile in den Dickichten der Hindmarsh-Sümpfe umhergetrieben. Die früher entsprungenen Verbrecher waren schon fast vergessen worden, da man nicht anders glaubte, als daß sie Mittel und Wege gefunden hätten, mit einem Boot in See zu gehen, um vielleicht nach Neuseeland hinüberzufahren oder auch ein unterwegs getroffenes Schiff anzurufen. Einzelne waren schon auf diese Art entkommen. Tolmer glaubte übrigens _nicht_ daran. Wenn er auch keinen bestimmten Platz wußte, wo er sie suchen sollte, konnte er den Gedanken nicht aufgeben, sie noch auf australischem Boden zu wissen, und unterließ in der ganzen Zeit nicht, die sorgfältigsten Nachforschungen anzustellen, wenn diese auch fortwährend erfolglos blieben. So saß er eines Abends in dem am häufigsten besuchten Hotel in Adelaide bei einer Flasche Ale. Mehrere Stationshalter aus der Nachbarschaft, die in die Stadt gekommen waren, theils neue Weidegründe zu belegen, theils Vieh und Pferde zu verkaufen, saßen mit im Zimmer, und das Gespräch drehte sich um das Land im Inneren, die muthmaßliche Nutzbarkeit und Besiedelung desselben, die jetzige Bevölkerung und -- wie das in Australien damals nicht ausbleiben konnte -- um das Recht der Regierung, noch weitere Sträflinge herüberzuschicken. Schon damals nämlich strebten die australischen Colonieen danach -- was sie auch später erreichten -- daß das System, Verbrecher von England herüberzusenden, aufgegeben und Australien eine wirkliche Colonie von _freien_ Einwanderern würde. Das =pro= und =contra= wurde dann, sowie das Gespräch einmal auszweigte, auf das Lebhafteste debattirt, denn es gab eine Menge von Ansiedlern, denen die Sträflingsarbeit sehr bequem und einträglich war und die sie nicht missen wollten. Diejenigen, die das Sträflingssystem bekämpften, führten dann nicht mit Unrecht zu...

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Published in 1854, this is the second volume of Gerstäcker's "Inselwelt" (Island World) series. Forget a single, continuous plot—this book is a collection of sketches and stories from his years of travel. Think of it as a series of vivid postcards from the edge of the known world.

The Story

There's no main character except Gerstäcker himself. The "story" is his journey. He takes us from bustling port towns to the silent, vast interior. We camp with him under the stars, feel the tension of navigating unknown territories, and witness the gritty reality of life in new settlements and gold rush camps. He encounters bushrangers, hopeful immigrants, and the complex societies of Aboriginal Australians, recording it all with a traveler's keen eye.

Why You Should Read It

What makes this special is Gerstäcker's voice. He's not a stuffy academic; he's a curious, boots-on-the-ground observer. His writing makes you feel like you're right there with him, sharing a campfire. He captures the beauty and the brutality of the land with equal honesty. Reading this is like getting a time machine ticket to a pivotal moment, seeing Australia not through a textbook, but through the eyes of someone living it.

Final Verdict

Perfect for history buffs who want a primary source that doesn't read like one, or for fans of real-life adventure tales. If you enjoy travel writing, early colonial history, or just a gripping account of a world being discovered, this is a hidden gem. Be ready for a perspective from its time, but one that offers an incredibly direct and personal window into the past.



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Thomas Hill
3 months ago

Make no mistake, the interplay between the protagonists drives the story forward beautifully. An impressive piece of work.

Susan Moore
3 weeks ago

Having explored similar works, the narrative structure is incredibly compelling and well-thought-out. Truly inspiring.

Matthew Jackson
1 week ago

Honestly, the author avoids unnecessary jargon, which is refreshing. Highly recommended for everyone.

Joseph Thompson
1 month ago

As someone who reads a lot, the clarity of explanations makes revisiting sections worthwhile. I will be reading more from this author.

Elizabeth Thomas
3 months ago

Reading this felt refreshing because it creates a vivid world that you simply do not want to leave. This deserves far more attention.

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4 out of 5 (5 User reviews )

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